Theater Premiere
Datum
02
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07
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2021
 → 
20:30
 
 
 Uhr
Format
Specials
Zielgruppe
Erwachsene (ab 18 Jahre)
Sprache
Deutsch
Analoge/digitale Veranstaltung
analog

Seit Jahren erschrecken Nachrichten über den Rückgang der Bienenvölker die Öffentlichkeit. Doch handelt es sich dabei nur um die Spitze des Eisbergs. Ein gravierendes Insektensterben ist in vollem Gange, das sämtliche Kleintiere am und unter dem Boden betrifft. Selbst, wenn sie nicht wie die Fluginsekten für die Bestäubung der Pflanzen sorgen, sind sie für die Nahrungskette unverzichtbar, denn sie organisieren durch permanente unterirdische Grabungen allererst die Fruchtbarkeit des Bodens. Werden sie aber als Ungeziefer systematisch mittels Chemikalien dezimiert und ihrer Lebensräume durch eine anhaltende Versiegelung von Flächen zunehmend beraubt, können sie diese Fertilität immer weniger gewährleisten.

Wissenschaftler*innen und Künstler*innen haben sich zusammengetan, um unser Verhältnis zu diesen Critters, diesen unter- und oberirdischen Wesen, in einer Performance zu beleuchten. Akustisch, tänzerisch, performativ und diskursiv nähert sich das Ensemble der Grammatik der Insekten und stößt dabei auf überraschende Beziehungen der wirbellosen Erdbewohner zu unserer eigenen Spezies, die schon Charles Darwin verblüfften. Mit von der Partie sind der Bassist Kevin Mooney, der einst in der– nomen est omen–legendären Formation „Adam and the Ants“ spielte, der Straßenschauspieler Peter Trabner und der international bekannte Tänzer Ziv Frenkel. Die Formation wird durch Expert*innen aus den Reihen der Wissenschaft ergänzt, die über die neuesten Entwicklungen bezüglich des Bodens und seiner Geschöpfe informieren. Die von Frank M. Raddatz szenisch eingerichtete Veranstaltung ist eine Uraufführung des Theaters des Anthropozän der Humboldt-Universität zu Berlin.

Das Theater des Anthropozän wurde 2019 von der Präsidentin der Humboldt-Universität Sabine Kunst, der Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts und Wissenschaftskommunikatorin Antje Boetius und dem Publizisten, Dramaturgen und Theatertheoretiker Frank M. Raddatz gegründet und hat den fundamentalen Konflikt „Mensch und Natur im Anthropozän“ zum Thema.Mit Mitteln der Bühne, urbanen Interventionen und Stadtexpeditionen forciert eseine Vernetzung und intensive Zusammenarbeit zwischen Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und der Zivilgesellschaft zu ökologischen Fragestellungen und anthropozänen Thematiken. Dem Konzept liegt die Humboldt’sche Idee zugrunde, dass nur ein intaktes, aus Wissen und Erfahrung, Empathie und Emotion geknüpftes Band zwischen Mensch und Natur Basis einer zukunftsfähigen Zivilisation sein kann. Ein zentraler Ansatz des Theater des Anthropozän liegt dabei in der Überblendung wissenschaftlicher und ästhetischer Perspektiven, wodurch es den Prototypen einer Bühne darstellt, die sich den Herausforderungen einer in Bewegung gekommenen Natur vor dem Horizont des 21. Jahrhundert stellt.

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